
DJEM 2026: 1. Runde

Noch ist die Halle leer, aber morgen wird hier schon hart gekämpft:

Hier kommt ihr direkt zur Auslosung:
Strikte Regeln und professionelles Flair zum Auftakt für den SK Sontheim/Brenz
Die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft ist gestartet – und für den SK Sontheim/Brenz schlagen dieses Jahr zwei vielversprechende Talente auf: Neil Albrecht kämpft in der Altersklasse U16 um die Punkte, während Ben Kaufmann in der U14 ans Brett geht.
Wer auf stimmungsvolle Schnappschüsse der beiden aus dem Turniersaal gehofft hat, den müssen wir leider enttäuschen: Im gesamten Spielbereich gilt ein striktes Handyverbot für Spieler und Zuschauer. Die Organisatoren überlassen in Sachen Turniersicherheit nichts dem Zufall. Die Einlasskontrollen erinnern an die Sicherheitschecks am Flughafen: Mit professionellen Personen-Scannern wird penibel darauf geachtet, dass keinerlei unerlaubte Elektronik den Saal erreicht. Ein starkes Signal für absolut faires Schach und hochprofessionelles Anti-Cheating!
Disziplin am Brett: Wer zu spät kommt, verliert
Auch bei der Pünktlichkeit herrscht ein strenges Regiment, das Neil und Ben alles an Disziplin abverlangt. Grundsätzlich gilt eine Null-Karenz-Regelung – wer nicht rechtzeitig am Brett sitzt, wird genullt.
Die einzige Ausnahme: Nach dem Motto „Einmal ist keinmal“ wird den Teilnehmern ein einziges Mal im gesamten Turnier eine Verspätung von maximal 15 Minuten verziehen. Wer diesen Joker verspielt hat oder noch später kommt, verliert seine Partie kampflos.
Diese Rahmenbedingungen sorgen von der ersten Minute an für eine hochkonzentrierte Atmosphäre. Die Bretter sind freigegeben, die Uhren laufen – wir drücken Neil und Ben die Daumen für eine erfolgreiche Meisterschaft
Live seid ihr ab 08:30 Uhr mit folgenden Links dabei:
Ergebnisbericht:
Auftakt nach Maß und verpasste Chancen: Neil und Ben starten in die DJEM
Die Hausaufgaben sind gemacht, auch wenn die Ausbeute am Ende unterschiedlich ausfiel. In der 1. Runde der DJEM mussten sowohl Neil als auch Ben mit den schwarzen Steinen gegen nominell wertungszahlschlechtere Gegner antreten.
Neil erwischte dabei einen Start nach Maß: Er stand schnell deutlich besser und ließ bis zum souveränen Sieg nichts mehr anbrennen, womit er perfekt mit einem Punkt ins Turnier startet.
Ben hingegen musste extrem lange knabbern. In einer zähen Partie hatte er zwar permanent eine minimal bessere Stellung, geriet am Ende jedoch in heftige Zeitnot. In dieser kritischen Phase bot sich ihm die Möglichkeit zu einem vielversprechenden Qualitätsopfer, das ihm einen klaren Vorteil eingebracht hätte. Aufgrund der knappen Zeit konnte er die komplexen Varianten jedoch nicht sauber durchrechnen, verzichtete darauf und musste sich schließlich mit einem Remis begnügen.
Wie eng und hart umkämpft das Rennen in diesem Jahr ist, zeigt ein Blick auf die Parallelbretter, wo die absoluten Top-Favoriten ebenfalls Federn lassen mussten. In Neils Altersklasse (U16) kam der topgesetzte FM Nunez Gregoire nicht über ein Unentschieden hinaus. Genau das gleiche Bild zeigte sich in Bens U14, wo der topgesetzte und bereits dreifache Deutsche Meister Mykhailo Nezhyvenko gegen seinen vermeintlich schwächeren Gegner ebenfalls nur Remis spielte.


