WJEM in Lindau: 4.Runde

Die vierte Runde war bis auf den Sieg von Yakup eine schlechte Runde für unsere Sontheimer Jungs. Aber lest selbst.

U10:
Yakub durfte in der unteren Hälfte seiner Gruppe mit einem Punkt gegen einen etwa DWZ
gleichstarken Gegener aus Heilbronn spielen. Yakub spielte mit Schwarz sehr frech auf und
erspielte sich durch den aufbauenden Druck immer mehr Vorteil, so dass sein Gegner in dieser
Stellung nach f4 und anschließenden Sxc2 Material verlor.

U12:
Ben befand sich mit seinen 1,5 Punkten im Mittelfeld seiner Gruppe und bekam aber den Setzlisten
Dritten mit über 1600 DZW zugelost Es ging auch scharf mit der „Taimanow-Variante im
Sizilianer“ los.

Der Gegner verlor durch Tc3 seine Qualität und Ben hatte plötzliche eine gewonnene Partie. Da
Ben aber sich zu sehr auf den Damentausch konzentrierte, statt mit c4 den Bauern vorzupreschen,
gewann der Gegner den Bauern auf c2, was aber auch in einen Damentausch mündete. Die Partie
war mit Läufer + Bauer gegen Turm für beide Seiten spielbar, jedoch sorgte die Nervosität und das
fehlende Endspielwissen für den Verlust.

U14:
Elias erwartete mit seinen sehr guten 2,5 Punkten natürlich einen Brocken und man hoffte zugleich,
dass kein „Sontheimer Aufeinandertreffen“ zustande kommt. Ihm wurde auch der Setzlisten-Dritte
mit über 1900 DWZ zugelost. Dieser wählte mit Weiß die „Englische Eröffnung“ gegen ihn. Elias
wählte in dieser Stellung mit dem zunächst natürlich aussehenden Lg4 leider den falschen
Eröffnungszug und verlor nach Sxe5 einen Bauer und später leider auch die Partie.

Neil hatte mit ebenfalls 2,5 Punkten als Setzlisten-Zweiter gegen den Setzlisten-Ersten mit über
2000 DWZ ein richtig schweres Duell. Er musste unbedingt punkten (am Besten voll), um noch
Anschluss und Titelambitionen zu wahren. Beide begaben sich in einer mit einer „Italienischen
Partie“ mit einer eher als „ruhig“ bekannt gewählten in den direkten Schlagabtausch.
Neil zeigte aber überzeugend, dass „Italiener“ per sé keine Remispartien sind und konnte nach der
Eröffnung einen durch einen Läufer gedeckten Bauern auf g7 platzieren.

In dieser Stellung zog Neil allerdings Se7 statt 0-0-0 und machte sich das Leben schwerer. Er verlor in der Folge nach dem der Gegner die Qualität für den starken Bauern und Läufer gab, weitere Bauern und damit
später im Endspiel leider auch die Partie.

U16:
Auch Jonas musste gegen den Setzlisten-Dritten seiner Gruppe mit über 1900 DWZ. In der
Tarrasch-Variante des Damengambits entstand folgende Stellung:

Weiß muss hier mit Lb2 fortsetzen. Jonas wählte auch den natürlicheren Zug Ld2, der die Fesselung
unterbricht, aber nach Sxd4 und Tc8 den Weißen vor Probleme stellt. Die noch einigermaßen
spielbare Fortsetzung Se4 muss man am Brett erst mal sehen. Jonas wählte Tc1 und verlor nach La3
leider die Qualität und später die Partie.

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